Lause lebt!

Was wir wollen

Die Lause – so wie wir sie uns vorstellen – ist solidarisch, ökologisch, gemeinschaftlich, offen, selbstbestimmt, partizipativ, (eigen-) verantwortlich, kreativ, gestaltend, erschwinglich-zugänglich, divers, vermittelnd, international, intergenerationell, aktiv. Wir wollen einen sicheren Raum (monetär, infrastrukturell, sozial) mit hoher Lebensqualität (nah, grün, sozial) schaffen und Bildung und Kultur fördern.

Modellprojekt für die Stadt der Zukunft

Durch bezahlbare Mieten ermöglicht das Projekt Freiheitsgrade für gesellschaftliches Engagement. Die Vielfalt bietet den Nährboden und die Inspiration für unkonventionelle Ideen. Die Lause ist Testfeld für neue Gemeinschaftslebensmodelle und Unternehmensansätze (social Entrepreneurship) und damit für gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Innovationen.

Von den im folgenden vorgeschlagenen Projektbausteinen profitieren neben den Mieter*innen Menschen, die im Kiez und ganz Berlin leben und arbeiten. Dabei wollen wir einen Mehrgenerationenansatz verfolgen und insbesondere Kinder und Senioren aus der Nachbarschaft einbeziehen. Auch finanziell schlechter gestellte Menschen sollen ihre Zeit an einem Ort mit hoher Aufenthaltsqualität verbringen können, ohne konsumieren zu müssen (Café, Garten, Gemeinschaft). Die Lause möchte als moderner Dorfplatz einen Begegnungsort für die verschiedenen Gruppen aus dem Kiez sein.

Die Projektbausteine

InterLause ist eine fortlaufende Veranstaltungsreihe, deren Ziel es ist, über stadtpolititsche Themen zu informieren und diese zu diskutieren. Das Programm findet seit Sommer 2017 in den Räumlichkeiten der Lausitzer Straße 10 statt, ist allen Bewohner*innen des Kiezes zugänglich und dient zudem dem Austausch und der Vernetzung verschiedener Initiativen.

InterLause Zum Programm von InterLause

Die Reihe LauseLive! bietet seit dem Frühjahr 2018 ein kuratiertes Programm von Konzerten, Lesungen, Theaterstücken, Performances etc. in der Lause mit bekannten und weniger bekannten Künstler*innen aus Pop und Klassik, freier Kunst und Theater. Entsprechende Kontakte aus unserem Netzwerk (Sophiensæle, Berliner Philharmoniker, etc.) wurden dafür bereits aktiviert und erste Partnerschaften sondiert. Darüber hinaus planen wir ein regelmäßiges Kiezkino. Das Angebot wird niedrigschwellig gestaltet, den Künstler*innen neue Ansätze ermöglichen und soll besonders auch Besucher ansprechen, die solche Veranstaltungen normalerweise nicht besuchen.

LauseLive! Zum Veranstaltungsprogramm von LauseLive

Wir möchten einen Gemeinschafts- und Veranstaltungsraum übernehmen, der den Raum für unsere ambitionierte Veranstaltungsreihen bietet und den auch Leute aus dem Kiez für ihre Ideen nutzen können. Hier soll zudem eine Kiezkantine mit günstigem und gesundem Essen realisiert werden. Für eine Umsetzung sind wir aktuell in Gesprächen mit der Geflüchteteninitiative Über den Tellerrand kochen. Die Miete für den Raum wird von allen Mieter*innen geteilt, die Kantine wird wirtschaftlich selbsttragend aufgebaut.

Im Rahmen eines kontinuierlichen Workshop-Programms machen die Mitglieder des Vereins (u.a. Handwerker, Künstler, Autoren, Musiker, Illustratoren, Programmierer, Gestalter, Filmemacher, Theatermacher, Produzenten, Fotografen) und seine Unterstützer ihr Wissen auf Spendenbasis sowohl hausintern als auch für den Kiez verfügbar. Die Effekte sind vielfältig: Kiezempowerment, Bildung, Initiierung von Kollaborationen, nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung, soziale und kulturelle Teilhabe. Über 50 Mitglieder aus der Initiative haben sich bislang bereiterklärt, regelmäßig Workshops zu realisieren. Denn: geringere Mieten ermöglichen ehrenamtliches Engagement.

Einen Teil des Hofes auf der Südseite möchten wir horizontal und vertikal begrünen und mit (Hoch-) Beeten versehen, um für die Mieter*innen und die Nachbarschaft eine höhere Aufenthaltsqualität zu erzeugen und die stark verdichtete Gebäudestruktur und versiegelten Flächen aufzulockern. Die Anlegung, Pflege und Bespielung erfolgt seitens des Mieter*innen­kollektivs unter Einbeziehung der Nachbarschaft (Workshops/kontinuierliche AGs). Dazu werden wir mit erfolgreichen Urban Gardening-Initiativen (z.B. mit Prinzessinnengärten) sowie spezialisierten Architekten zusammenarbeiten, mit denen bereits entsprechende Partnerschaften geschlossen wurden. Denkbar ist auch eine Durchwegung zur benachbarten Schule/Schulgarten, um sich gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Seniorenheim auch räumlich für Mehrgenerationenprojekte zu öffnen.

Um der heterogenen Finanzkraft der verschiedenen Mieter*innen Rechnung zu tragen, werden die Mieten solidarisch gestaffelt. Gemeinschaftsflächen und ehrenamtliche Arbeit werden so von zahlungskräftigeren Mieter*innen mitgetragen.

Exemplarische Beispielrechnung solidarischer Mieten
Faktor Nutzungstyp Preis qm Summe
1,2 Büro, Projekte, Vereine (hauptamtliche Struktur) 7,80 € 2.000 156 €
1,0 Handwerk 6,50 € 900 5.850 €
0,5 gemeinnützig (ehrenamtliche Struktur) 3,35 € 500 1.625 €
Gemeinschaftsfläche  € 2.000  €
1,5 nicht konforme Nutzung 9,75 € 125 1.219 €
 € 3.775 24.294 €
1,0 Vergleich Ist 6,50 € 3.774 24.531 €

Erläuterungen

  • Jede Mieteinheit kann sich freiwillig hochstufen
  • Es sind nur die Büroflächen berechnet, nicht die als solche ausgewiesenen Lagerflächen und keine Wohnfläche
  • 6,50 € entspricht ungefähr der aktuellen Durchschnittsmiete
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