InterLause ist eine fortlaufende Veranstaltungsreihe, deren Ziel es ist, über stadtpolititsche Themen zu informieren und diese zu diskutieren. Das Programm findet seit Sommer 2017 in den Räumlichkeiten der Lausitzer Straße 10 statt, ist allen Bewohner*innen des Kiezes zugänglich und dient zudem dem Austausch und der Vernetzung verschiedener Initiativen.

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interlause@lausebleibt.de

Hintergrund

In den letzten Jahren sind in Berlin eine Vielzahl selbstorganisierter Initiativen entstanden, um sich gegen die Gentrifizierung der Stadt zur Wehr zu setzen. Oftmals sind sie entstanden, weil sich Bewohner*innen oder Gewerbetreibende gegen eine konkrete Räumung oder Vertreibung organisiert haben, sei es dass dem Laden Bizim Bakkal gekündigt oder die Mieter*innen rund um das Kottbusser Tor oder der Otto Suhr Siedlung mit enormen Mietsteigerungen konfrontiert wurden.

Ende 2016 erfuhren auch die Mieter*innen des Gebäudekomplexes Lausitzer Str. 10/11, dass der gesamte Komplex für einen enormen Gewinn vom Besitzer Taekker zum Verkauf angeboten wurde; sie mussten befürchten, ihre Wohnungen, Büros, Werkstätten Ateliers und Wohnungen zu verlieren. Als Sitz zahlreicher politischer Initiativen, als Arbeitsplatz für viele oftmals prekär beschäftigte Kreativarbeiterinnen und als Wohnort – für manche seit über 40 Jahren – ist die Lause 10/11 ein Ort, dessen politische Bedeutung weit über die unmittelbar betroffene Nachbarschaft hinausreicht.

Austausch und Vernetzung

Austausch und Vernetzung, Die InterLause-Reihe ist Teil der Organisierung der Mieter*innen in der Kampagne Lausebleibt. Über die unmittelbare Aufmerksamkeit für die Situation der Lause hinaus geht es darum, in Kontakt und Austausch mit Initiativen aus der Nachbarschaft und stadtpolitisch Aktiven aus ganz Berlin zu kommen, um Wissen, Ideen Perspektiven und politische Strategien auszutauschen.

Wem gehört die Stadt?

Die Stadt darf nicht als Ressource verstanden werden, die möglichst gewinnbringend kapitalistisch ausgebeutet wird. Stattdessen möchte die InterLause-Reihe zu einer Politik beitragen, die die Stadt als einen gemeinsam geteilten Raum begreift, der allen gehört und von den Bewohner*innen selbst organisiert und weiterentwickelt wird.

Die Reihe beschäftigt sich demnach mit folgenden Fragen: Wer hat ein Recht auf Stadt? Welche soziale und städtische Infrastruktur ist nötig, damit Berlin offen, bezahlbar und zugänglich für alle ist? Welche konkreten Alternativen wünschen sich die Bewohner*innen der Stadt oder setzen sie auch um, um sich gegen Gentrifizierung zur Wehr zu setzen (Genossenschaften, Hausprojekte, Hausbesetzungen, Anti-Räumungs-Aktionen, vielfältige selbstorganisierte politische Protestformen)? Wie kann städtische Politik Machtverhältnisse in Bezug auf Klasse, Rassismus, Sexismus, Ableismus, Aufenthaltsstatus berücksichtigen und diesen entgegenwirken? Wie hat die Start-up-Ökonomie die Stadt Berlin in einem immer schnelleren Tempo verändert und wer bleibt dabei zurück? Was können wir von Gentrifizierungsprozessen und städtischen Bewegungen in anderen Städten weltweit lernen?

Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet ihr im Kalender bzw. im Archiv.

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